Datenschutz vs. Datensicherheit

Datenschutz vs. Datensicherheit – Wo liegt der Unterschied?

Oft werden die Begriffe "Datenschutz" und "Datensicherheit" in einen Topf geworfen. Doch obwohl sie eng miteinander verknüpft sind, verfolgen sie unterschiedliche Ziele. Man kann es sich wie bei einem Haus vorstellen: Datensicherheit ist der solide Zaun und das sichere Schloss, während der Datenschutz festlegt, wer überhaupt eintreten darf und was der Gast im Haus sehen darf.
 

1. Datensicherheit: Der technische Schutz

Hier geht es primär um den Schutz von Informationen – egal welcher Art. Ziel ist es, Daten vor Verlust, Diebstahl oder Manipulation zu bewahren. Das betrifft nicht nur personenbezogene Daten, sondern auch Betriebsgeheimnisse oder die eigene Fotosammlung.
  • Vertraulichkeit: Nur Berechtigte können die Daten lesen (z. B. durch Verschlüsselung).
  • Integrität: Die Daten können nicht unbemerkt verändert werden.
  • Verfügbarkeit: Die Daten sind da, wenn man sie braucht (z. B. durch Backups).
 

2. Datenschutz: Das Recht auf Privatsphäre

Datenschutz ist im Kern Personenschutz. Es geht um die Frage: "Was darf mit meinen persönlichen Informationen gemacht werden?" In Deutschland und der EU (DSGVO) ist festgelegt, dass jeder Mensch selbst bestimmen darf, wer was über ihn weiß.

Ein Beispiel: Wenn ein Unternehmen Ihre Adresse rechtmäßig für den Versand nutzt, ist das Datenschutz. Dass diese Adresse auf dem Server des Unternehmens nicht von Hackern gestohlen werden kann, ist Datensicherheit.
 
Fazit: Ohne Datensicherheit gibt es keinen Datenschutz. Wenn die IT-Systeme löchrig wie ein Schweizer Käse sind, nützt auch das strengste Gesetz nichts. Andersherum hilft die beste Verschlüsselung nicht, wenn man seine Daten freiwillig jedem Portal preisgibt, ohne zu hinterfragen, was damit passiert.
 

Kurz-Checkliste für den Alltag:

  • Für die Datensicherheit: Regelmäßige Backups machen und Software-Updates installieren.
  • Für den Datenschutz: Sparsam mit persönlichen Daten umgehen ("Datensparsamkeit").
  • Das Tool der Wahl: Nutzen Sie Passwortmanager, um für jeden Dienst ein eigenes, komplexes Passwort zu verwenden.